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SEO vs. UX: Warum Nutzererfahrung an erster Stelle steht

SEO vs. UX: Warum Nutzererfahrung an erster Stelle steht

Viele Händler legen Wert auf SEO, aber nicht auf die Nutzererfahrung oder wie sie im Englischen heißt: User Experienece (UX).

Das Problem dabei ist, dass SEO sich gänzlich um die Nutzererfahrung dreht. Denn je besser die Besucher über deine Seite empfinden, desto höher im Google Ranking wirst du stehen.

Wie misst man die Nutzererfahrung?

Natürlich weiß Google nicht wie die Besucher deines Shops die Erfahrung auf deiner Seite gefühlstechnisch erleben.

Doch anhand von bestimmten Browsing-Verhaltensmustern, ist Google sehr gut darin geworden, eben dieses Verhalten zu deuten und auf die Nutzererfahrung zu schließen.

So stell dir vor: ein Nutzer sieht deinen Link in den Suchergebnissen, klickt drauf und merkt, dass er auf deiner Seite nicht das findet wonach er sucht.

Schnell drückt er auf den “Zurück”- Pfeil oder schließt den Tab. Das wird in Business Analytics “Absprung” genannt.

Diese Absprungrate wird von Google festgehalten und hoffentlich auch von dir mithilfe von Google Analytics verfolgt. Wenn diese Rate zu hoch ist, wird deine Page im Google Ranking sinken.

Verstehst du jetzt wie wichtig es ist, dass deine Shopbesucher nützliche Inhalte vorfinden, die klar und verständlich strukturiert sind?!

Was bedeutet Klarheit in Bezug auf die Nutzererfahrung?

Wenn ein Shopbesucher das erste Mal auf deiner Webseite landet, sollte er sofort verstehen worum es hier geht, im Klartext:

  • WAS du verkaufst (=Produkt)
  • WARUM er bei dir kaufen sollte (=Vorteile)
  • Und WIE er sich deinem Unternehmen verbunden fühlen soll, um bei dir zu kaufen, und das am besten immer wieder (=Identifikation).

Wenn du also nicht gerade die niedrigsten Preise auf dem Markt anbietest, solltest du hier seine Emotionen ansprechen.

Wie möchtest du dich präsentieren?

Entscheide dich: du hast die Auswahl zwischen einer Homepage und einer Landing Page.

Eine Homepage gleicht einer warmen Willkommensseite, weckt generelles Interesse für das Unternehmen und navigiert zu unterschiedlichen Bereichen deiner Seite.

Eine Landing Page ist gänzlich darauf ausgerichtet, deine Besucher in Kunden zu verwandeln.

Ob du die eine oder andere Form wählst: beide sollten klar und deutlich erklären, was dein Unternehmen macht und was es für deine Besucher tun kann - alles ohne große Umschweife.

Drück dich unbedingt in einer klaren und verständlichen Sprache aus, lass die Fachbegriffe und die geschwollenen Ausdrücke sein. Wissen wird erst zur Expertise, wenn dein Gegenüber versteht, wovon du sprichst.

Konzentriere dich dabei unbedingt auf deinen potenziellen Kunden und den Nutzen, den du ihm/ihr mit deinem Produkt bringst.

Es ist völlig egal welche weltbesten Eigenschaften dein Produkt per se hat, denn der Kunde ist egoistisch. Schließlich ist er bereit dir Geld dafür zu zahlen.

Im Gegenzug erwartet er aber auch Abhilfe mittels deines Produkts. Mach es ihm so einfach wie möglich und verrate wie er es mit deinem Produkt bekommt.

Setze den Fokus auf gute Inhalte

Du schreibst tolle Texte, doch irgendwie werden sie nicht wirklich wahrgenommen. Das kann passieren, wenn die Seite nicht aufgeräumt ist und von überall her Ablenkungen wie “Rabatte!” hier, “Sale!” da, auf den Kunden einprügeln.

Anstatt sich also auf deinen wunderbaren Text zu konzentrieren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dein Besucher einfach zu abgelenkt ist.

Viele argumentieren, dass laute und bunte Banner aber für Konversionen sorgen und aus einem Webshop nicht wegzudenken sind. Klar, sie sollen auch nicht komplett verschwinden, nur eben nicht so laut und nicht so bunt sein.

Das Design sollte deinen hervorragenden Inhalt in den Vordergrund setzen, denn das verspricht mehr nachhaltigere Besucher und auf lange Sicht den stabilen Erfolg.

Natürlich musst du dir von mir nichts erzählen lassen, doch ist es die Sache wert, es zumindest A/B zu testen. Ändere dein Design, mache die Banner etwas unscheinbarer und bringe den Text zur Geltung.

Stell dich jedoch darauf ein, dass es ein längerer Test sein muss, der mindestens 2 Monate geht. Ja, das ist hart, aber diese lange Wartezeit muss man für das Indexieren und Einpendeln des organischen Traffics lassen.

Probiere es aus, denn Fakt ist, dass gute Inhalte:

  • Deine Absprungrate reduzieren werden,
  • Das Vertrauen der Kunden in dein Unternehmen steigern,
  • Die Kundenbindung stärken
  • Und damit deinem Google Ranking enorm helfen.

Achte darauf, dass du passende Titel und Überschriften für Paragraphen wählst sowie aussagekräftige Bilder und natürlich A/B Tests.

Was sind A/B Tests?

A/B Testing bedeutet, du testest was besser bei deinem Publikum ankommt. Dafür zeigst du 50% von ihnen eine Version und den anderen 50% eine andere Version.

Du wählst dir einen bestimmten Zeitraum dafür aus (Wochen oder Monate. Für Content sollte ein Zeitraum von mindestens 2 Monaten eingeplant werden), um solide Ergebnisse zu sammeln und schaust dann inwiefern sie sich unterscheiden und wie dein Publikum damit interagiert hat.

Das was dir mehr Anmeldungen oder mehr Verkäufe, je nach Ziel, bringt, gewinnt den Test und gehört in deinen Online Shop.

Du musst dir allerdings im Klaren darüber sein was du testen willst. Ohne ein klar formuliertes Ziel, testest du dich dumm und dämlich. 

Wie findest du ein sinnvolles Objekt zum A/B Testen?

  1. Nutze Google Analytics: Schau dir den Traffic deiner Seiten an und identifiziere Fehler. Solche Fehler können zum Beispiel Seiten mit viel Traffic, aber keinen Verkäufen sein.

  2. Konzentriere dich auf Verkaufsgaranten: In Analytics wirst du sicherlich mehrere Seiten mit solchen Mankos finden. Konzentriere dich nur auf diejenigen, die verkaufen MÜSSEN, deine Produktseiten zum Beispiel.

  3. Sammle Verbesserungsvorschläge: Überlege dir, wie du die Besucher zum Kauf oder zur Anmeldung bewegen könntest. Wenn dir nichts einfällt, starte eine Umfrage (bei bestehenden Kunden, in Social Media Gruppen etc.).

  4. Stelle Thesen auf: Du musst ganz sicher verstehen, warum eine bestimmte Änderung dein gewünschtes Ziel beim Publikum erfüllen könnte. Schreibe diese Thesen auf, so erkennst du die Struktur besser.

  5. Halte dich nicht mit Kleinigkeiten auf: Du solltest nicht damit beginnen jede Kleinigkeit auf der Webseite ändern zu wollen, das ist zu viel Aufwand für einen zu niedrigen Ertrag. Fasse lieber die Kleinigkeiten zusammen und entscheide dich für eine große Änderung. Danach kannst du immer noch in die Tiefe optimieren.

  6. Sichere deine Ergebnisse doppelt ab: So manche A/B Testing Tools, die du finden wirst, sind für ihre Unzuverlässigkeit bekannt. Stelle daher sicher, dass du mittels anderer Analytics Tools deine Daten beim Testen sammeln kannst.

Welche A/B Testing Tools für Shopify sind zu empfehlen?

Die meisten A/B Tools sind teuer, wenn du vor hast bestimmte Features deines Shops gleichzeitig testen zu wollen. Doch KEINE PANIK, es gibt immer die Möglichkeit dich für ein Testing Objekt zu entscheiden, es über einen bestimmten Zeitraum zu testen, das Objekt danach zu verändern und diese andere Version über einen möglichst gleichen Zeitraum auf die Effekte zu prüfen.

Für gleichzeitiges A/B Testing empfehle im folgende Tools:

  • Optimezely: Eine sehr einfach gehaltene Plattform, über die du sowohl einfache A/B Tests als auch fortgeschrittenes Testing ausführen kannst. Dieses Tool ist im Shopify App Store als App verfügbar und ist in unterschiedlichen Paketen kostenpflichtig zu erwerben. Das günstigste Paket erhältst du ab $17 im Monat.

  • Visual Website Optimizer: Diese Variante gibt es sowohl als kostenfreie als auch als kostenpflichtige Version. Damit kannst du unterschiedliche Content Versionen testen, aber auch Klicks auf bestimmte Schaltflächen deiner Seite. Du kannst außerdem deine Besucher segmentieren und weitere nützliche Integrationen ausprobieren.

  • Unbounce: Wenn du einzelne Landing Pages kreieren und testen möchtest, dann empfehle ich dir diesen Landing Page Gestalter. Auch diesen gibt es in 3 unterschiedlichen Paketen angefangen bei $49 im Monat.

  • Webtrend’s Conversion Optimizer: Wenn du ein großes Unternehmen leitest, dann empfehle ich dir diese Lösung für Enterprises. Die Preise variieren je nach individuellem Bedarf.

  • Mailchimp: Wenn du Email Marketing betreibst und verschiedene Kampagnen testen willst, empfehle ich dir dieses Tool. Es ist kostenfrei und sehr leicht zu handhaben.

  • Doch bei den ganzen Tools und dem Sammeln von Daten, solltest du eins nicht tun: dich von verzerrten Daten blenden lassen.

    Was sind verzerrte Daten?

    Es ist stets schwer einzuschätzen, warum das Ergebnis eines Tests so und nicht anders ausgefallen ist. Denn es tragen immer noch andere Faktoren zum Endergebnis bei, als nur diejenigen, die du eigentlich testen willst und verzerren somit deine Daten.

    So führst du beispielsweise noch einen Blog auf der Seite und veröffentlichst regelmäßig Artikel, du bist aktiv in den sozialen Medien und schaltest womöglich auch noch Werbung.

    Diese verzerrten Daten kann man nicht ändern, es sei denn, du entscheidest dich alle anderen Aktivitäten einzustellen während dein A/B Testing läuft. Doch das scheint keine valide Option für Unternehmer zu sein und das ist verständlich.

    Bedenke daher, dass solche Verzerrungen auftreten können und lass dich nicht von ihnen blenden.

    Die Ergebnisse sind immer noch gute Wegweiser für deine Marketingstrategie und helfen dir die Nutzererfahrung deiner Besucher besser zu verstehen.

    Doch auch clever gewählte Call-to-actions können die Nutzererfahrung und die Konversionen steigern.

    Was ist ein Call-to-action?

    Ein sogenannter Call-to-action ist ein Element auf der Webseite, welches deine Besucher zu einer Aktion animiert. Viele denken dabei immer an Schaltflächen (Buttons), aber genauso gut kann ein Link im Text oder ein Banner als ein Call-to-action fungieren.

    Ein Call-to-action motiviert deine Besucher dazu, drauf zu klicken, um auf eine andere Seite zu gelangen, so zum Beispiel zu einer Produktseite oder um sich für deinen Newsletter anzumelden.

    Für einen guten Call-to-action, der tatsächlich motiviert und nicht abschreckt, solltest du Folgendes beachten:

    • Vermeide es zu Clustern: Damit meine ich, wenn du einen Call-to-action verwendest, sollte die Aufmerksamkeit nur diesem gelten. Das bedeutet, Social Media Links und andere Anweisungen sollten nichts in der Nähe verloren haben.
    • Erzeuge das Gefühl von Dringlichkeit: Verrate deinen Besuchern warum sie ausgerechnet JETZT handeln sollten. Zum Beispiel, weil es nur noch “3 Plätze gibt” oder “Nur noch 1 Produkt verfügbar ist”.
    • Größe ist wichtig: Sorge dafür, dass dein Button auch wirklich gut zu erkennen ist und nicht leicht zu übersehen. Aber übertreibe nicht, es soll ein motivierender Button bleiben und nicht zu aggressiv wirken.
    • Füge eine Prise Vertrauen hinzu: Eine tolle Bewertung daneben oder eine “Geld-zurück-Garantie” wird es deinen Besuchern leichter machen, dich zu kontaktieren oder bei dir zu kaufen.

    • Vergiss nicht das WARUM: Warum sollten die Besucher nochmal bei dir kaufen? Eine kleine Liste mit den Vorzügen deines Produkts neben dem Call-to-action erhöhen die Chance, dass dieser genutzt wird.

    • ...und auch nicht das WIEVIEL: Der Preis für dein Produkt oder deinen Service sollte über deinem Call-to-action stehen, denn du hast nichts zu verbergen und die Kunden müssen nicht zögern, wenn der Preis für sie stimmt.
    • Sorge für Aufmerksamkeit: Benutze für den Call-to-action nicht deine CI (Corporate Identity), damit meine ich die Farbe, die du sonst so in deinem Shopify Shop verwendest. Wenn du also mit Blau und Beige arbeitest, mach den Call-to-action Grün.
    • Halt dich kurz: Wenn du wirklich einen Button als Call-to-action verwendest, dann mach es so kurz und knackig wie möglich. 2-3 Wörter sind mehr als genug.

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    SEO vs. UX: Warum Nutzererfahrung an erster Stelle steht

    Über die Autorin

     Inara Muradowa ist Shopify Partner, SEO-Expertin und Corporate Blogger. Neben technischer Suchmaschinenoptimierung und SEO-Beratung steht sie Unternehmen mit Konzeption und Verfassen von professionellen Blogposts tatkräftig zur Seite.